Speyer Attila und die Hunnen

Künstlich deformierter Schädel eines Hunnen und Keramikfund. © Kurpfälzisches Museum, Heidelberg

Die neue Großausstellung des historischen Museums der Pfalz Speyer entführt in die Zeit der Völkerwanderung. Die Reiternomaden Attilas und seiner Nachfolger eroberten im 4. und 5. Jahrhundert ein riesiges Reich. Sie schoben ganze Völker…

Die neue Großausstellung des historischen Museums der Pfalz Speyer entführt in die Zeit der Völkerwanderung. Die Reiternomaden Attilas und seiner Nachfolger eroberten im 4. und 5. Jahrhundert ein riesiges Reich. Sie schoben ganze Völker vor sich her und setzten dem Römischen Imperium gehörig zu. Die Ausstellung zeigt unter anderem die fremdartige Sitte der Schädeldeformation, die wertvollen Diademe hochgestellter hunnischer Frauen und die schweren hunnischen Kessel. In Szene gesetzt sind auch Grabfunde der hunnischen und germanischen Adligen. Zu bestaunen gibt es die Bewaffnung der Reiterkrieger, ihre Bögen und Schwerter, und die Waffen ihrer germanischen Vasallen. Die Stücke, darunter in Deutschland bisher noch nie gezeigte Leihgaben ausländischer Museen, sind vom 17. Juni bis 6. Januar 2008 zu sehen.

Artikel aus der Rubrik „Geschichtsszene“

  • Zeitreise im Schlosshof

    Kampftraining, Sangeskunst, Handwerkstreiben und „fruntlike“ Leute – im Wolfenbütteler Schloss trafen sich im Juli Akteure, die Living History mit großem Engagement betreiben. Auf Stippvisite ins hohe und späte Mittelalter.

  • Geschärfter Blick mit „Geschichts-Michelin“?

    Geschichte steckt irgendwie immer drin. Aber was macht eine gute historische Veranstaltung aus? Vielen gilt Authentizität als Maß aller Dinge. Auch für Besucher? Neues Licht auf eine alte Frage.

  • Wo starben Varus’ Legionen wirklich?

    Kalkriese bereitet sich auf den 2000. Jahrestag der Varusschlacht vor. Der Ort gilt vielen Forschern als Austragungsort des legendären Kampfes. Kritiker melden erneut Zweifel an. chronico zeigt die Fakten Pro und Kontra auf.

  • Akteure „erobern“ Turmhügelburg

    Fast 6000 handgeschmiedete Nägel, eine akribische Bauforschung, engagierte Menschen: Die Turmhügelburg in Lütjenburg kann sich sehen lassen. Und sie wird bewohnt, von Darstellern wie dem Autor Torsten Kreutzfeldt.

1 Kommentare

  1. Absolut sehenswert! Das Thema ist recht umfassend dargestellt und wird mit vielen Sinnen erfassbar. Eine der besten archäologischen Ausstellungen der letzten Zeit. Kann man nur empfehlen!

    17. September 2007, 20:09 Uhr • Melden?

Ihr Kommentar zum Artikel „Attila und die Hunnen“


Sie sind angemeldet als

abmelden