Hygiene Museum zeigt alamannische Kämme

Reich verzierter Dreilagenkamm aus Hirschgeweih. © Alamannenmuseum Ellwangen

„Kämme der Alamannen" ist das Thema einer Sondervitrine, die ab sofort im Erdgeschoss des Ellwanger Alamannenmuseums steht.

Gezeigt werden darin bis zum 6. Januar 2007 Prachtexemplare spätantiker Kämme aus dem Bestand des Stadt- und Hochstiftmuseums Dillingen an der Donau. Ausgegraben wurden sie in dem alamannischen Gräberfeld von Schretzheim bei Dillingen. Aus Hirschgeweih gefertigte Dreilagen-Kämme sind typische Grabbeigaben in Frauen- und Männergräbern des 4.-7. Jahrhunderts. Neben der praktischen Bedeutung für die Haarpflege war die Niederlegung von Kämmen im Grab wohl auch mit magischen Intentionen verbunden. Langes und gepflegtes Haar galt bei Männern als Statussymbol, so dass die Kammbeigabe hier außerdem als Zeichen des gehobenen Standes anzusehen ist. Abgerundet wird die Präsentation durch mehrere in Schretzheim gefundene Bonzepinzetten, die ebenfalls als Statussymbole in die alamannischen Gräber gelangten.

Artikel aus der Rubrik „Geschichtsszene“

  • Königspfalz hinterlässt faden Eindruck

    Das Jahr 980: Kaiser Otto II., Kaiserin Theophanu und viele Zeitgenossen – das war der Plot für das „Kaiserlager“ in der alten Königspfalz Tilleda. Ariane Rode von der „Druzina“ war dabei – voll enttäuschter Vorfreude. Ein Meinungsbeitrag.…

  • Laufsteg für historisches Handwerk

    Zum ersten Mal findet in Deutschland die Internationale Reenactmentmesse statt. Die IRM im April wird von Aktiven der Szene in der römischen Villa Borg organisiert. Für Living-History-Darsteller, Museen und Geschichtsinteressierte.

  • Der Mann aus dem Moor

    Ein Toter kehrt nach einer Weltreise zurück: Hannovers berühmtester Leichnam, der „Rote Franz“, wird mit einer Sonderschau im heimischen Museum gefeiert. Dabei trifft Germanisches auf Indigenes.

  • „Living History ist nicht tot!“

    Claus Meiritz knüpft an den Erfolg seiner Zeitreise an der Kaiserpfalz Werla 2005 an. Nun organisiert der Leiter der „Werkstätten für lebendige Geschichte“ eine ähnlich groß angelegte Veranstaltung in Goslar. Rund 450 Akteure sind dabei.…

Ihr Kommentar zum Artikel „Museum zeigt alamannische Kämme“


Sie sind angemeldet als

abmelden