Hygiene Museum zeigt alamannische Kämme

Reich verzierter Dreilagenkamm aus Hirschgeweih. © Alamannenmuseum Ellwangen

„Kämme der Alamannen" ist das Thema einer Sondervitrine, die ab sofort im Erdgeschoss des Ellwanger Alamannenmuseums steht.

Gezeigt werden darin bis zum 6. Januar 2007 Prachtexemplare spätantiker Kämme aus dem Bestand des Stadt- und Hochstiftmuseums Dillingen an der Donau. Ausgegraben wurden sie in dem alamannischen Gräberfeld von Schretzheim bei Dillingen. Aus Hirschgeweih gefertigte Dreilagen-Kämme sind typische Grabbeigaben in Frauen- und Männergräbern des 4.-7. Jahrhunderts. Neben der praktischen Bedeutung für die Haarpflege war die Niederlegung von Kämmen im Grab wohl auch mit magischen Intentionen verbunden. Langes und gepflegtes Haar galt bei Männern als Statussymbol, so dass die Kammbeigabe hier außerdem als Zeichen des gehobenen Standes anzusehen ist. Abgerundet wird die Präsentation durch mehrere in Schretzheim gefundene Bonzepinzetten, die ebenfalls als Statussymbole in die alamannischen Gräber gelangten.

Artikel aus der Rubrik „Geschichtsszene“

  • Krimi um eine Königin

    Sie war Angelsächsin, die erste Gemahlin Ottos des Großen und über tausend Jahre lang verschollen: Möglicherweise haben Archäologen das Grab von Königin Editha im Magdeburger Dom gefunden. Eine Spurensuche.

  • Geheimnisvolle Wunderkammer

    Zunehmend setzen Museen auf ihre jüngsten Besucher. In Stuttgart gibt es jetzt das Junge Schloss mit eigener Ausstellung und einem Geschichtsbuch für Kinder. Schöner Ansatz – die Möglichkeiten sind noch nicht ausgeschöpft.

  • Heinrichs Mannen zu Wilhaim

    Die Living-History-Karte Süddeutschlands zeigt vor allem Antike, frühes und sehr spätes Mittelalter. Jetzt schicken sich Enthusiasten an, eine Lücke zu schließen. Mit einem ottonischen Lager ab 17. September in Weilheim.

  • Veranstalter erwarten 3000 Reenactors

    Es ist der 195. Jahrestag der für Napoleon so vernichtenden Schlacht von Waterloo: Rund 3000 -Living-History-Darsteller ziehen im Juni zum historischen Schlachtfeld am Mahnmal, dem Butte de Lion. Alle fünf Jahre schwillt das Reenactor-Lager…

Ihr Kommentar zum Artikel „Museum zeigt alamannische Kämme“


Sie sind angemeldet als

abmelden