Geschichtspodcast 12 Reisen durch die Steinzeit

Steinzeit-Buch: Die Alpenüberquerer auf Tour. © chronico

Living history mal anders: Steinzeit – Leben wie vor 5000 Jahren / Öde Steinzeit? Selber gucken und machen! / Abenteurer unterwegs: Steinzeitgerecht über den Atlantik / Keltenfest in Österreich / Kolossaler Kaiser in Trier

Steinzeit – Leben wie vor 5000 Jahren

Acht Wochen im Sommer 2006: 13 Menschen, darunter zwei Familien mit Kindern, leben in einem Pfahldorf in der Nähe des Bodensees. Auf eine Weise, die an die Jungsteinzeit angelehnt ist. Die ARD machte daraus eine vierteilige Dokumentation.

In dieser Geschichtspodcast-Episode geht es sowohl um dieses Experiment als auch um das Buch, das die ARD und der Theiss-Verlag darüber im Mai 2007 herausgegeben haben. Autoren sind der Wissenschaftsjournalist Rolf Schenker sowie die Archäologin und Steinzeitexpertin Almut Bick, die für Theiss bereits andere Bücher zum Thema bearbeitet hat. Das Werk ist 176 Seiten stark und kostet in Deutschland 19,90 Euro – ist es das auch wert?

Was hat die ARD eigentlich gemacht?

Nach eigenen Angaben betrieb der Sender mit seiner Fernsehserie „Living Science“. Die Macher legen Wert auf den Experimental-Charakter der achtwöchigen „Zeitreise“. Die meisten Protagonisten – Menschen wie du und ich – lebten zwei Monate in dem Dorf. Zwei der Darsteller, der Landschaftsgärtner Henning Fenner und der Lebenskünstler Ingo Schuster, wagten sich im August und September über die Alpen. In Kleidung, wie sie den Fundstücken bei der Südtiroler Eismumie „Ötzi“ nachempfunden war, stiegen sie auf althergebrachten Routen über die Berge.

Die ARD ließ mit Unterstützung von Wissenschaftlern, unter anderem vom Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee, mehrere Hütten und zahlreiche Gerätschaften nachbauen. So, wie sie tatsächlich in der Gegend um 3300 v. Chr. genutzt worden sein könnten. Genau das war das anvisierte Zeitfenster für das Living-history-Format. Kameraleute und Regisseur begleitete die Gruppe durchgehend bei ihrem Abenteuer. Ansonsten sah man zu, dass der Kontakt zur modernen Außenwelt nahe Null ging. Archäotechniker wie Harm Paulsen, der unter anderem für das Landesmuseum in Schleswig arbeitet, Historiker und Überlebenstrainer bereiteten die Gruppe auf ihre Aufgaben vor. Schließlich sollten die „Dörfler“ im Alltag möglichst allein mit ihren Bordmitteln zurechtkommen.

Diese Fragen sollten beantwortet werden: Wie leben sich moderne Menschen in jahrtausendealte Bedingungen ein? Wie teilen sie sich Arbeit und Tagesablauf ein? Wie reagiert der Körper auf die Belastungen?

Das Buch fasst die umfangreichen Vorbereitungen – das Konzept und dessen Umsetzung im Dorf – sowie den Ablauf des „Experiments“ zusammen. Inklusive Vorstellung der Protagonisten. Heraus kam eine Art Tagebuch, in lockerem Erzählstil von Rolf Schlenker geschrieben. Die Archäologin Almut Bick besorgte die wissenschaftlichen Hintergrundinformationen.

Wissenschaftliches Experiment?

Da liegt Hase im Pfeffer! Fernsehgeschichtlich ist es das auf jeden Fall, sicher auch in sozialpsychologischer Hinsicht. Immerhin soll die Serie zunächst einmal unterhalten, was auch für das Buch gilt. Ein gewisser Voyeurismus wird also bedient.

Aber das Ganze ist keineswegs ein streng wissenschaftlich-historisches Experiment. Und schon gar keine Experimentalarchäologie. Auf den Punkt gebracht: Laien werden in eine Versuchsanordnung geworfen und die Kamera verfolgt, was passiert. Das wird auch im Buch adaptiert und dokumentiert.

Die Living-history-Szene kritisiert erwartungsgemäß genau diese Punkte, etwa in Internetforen wie dem Archaeoforum.de. Da werden Fragen laut: Warum nahm der Sender keine mit der Materie erfahrenen Leute? Reenactors, die sich bereits mit alten Techniken und Ausrüstungen befasst haben, die wissen, wie man Feuer ohne Feuerzeug macht – hätten die nicht viel schneller in ihre Rolle gefunden? Und damit mehr einem echten Experimentcharakter entsprochen?

Der ewige Vorwurf, den die historische Szene den TV-Produzenten macht, hängt auch der „Steinzeit“-Serie an. Eigentlich sollen die Protagonisten möglichst viele Probleme haben, damit Zuschauer auf ihre Kosten kommen, so die Meinung vieler. Auch Archäotechniker Harm Paulsen musste bereits Prügel dafür einstecken, dass er sich für „sowas hergegeben“ habe.

Tatsächlich geht denn auch vieles schief. Dauerregen folgt schlechte Laune. Es gibt Ärger um das Einbringen der Ernte, so dass der Regisseur entnervt eingreift, und benachbarte Bauern als freiwillige Helfer einsetzen muss (zu der Zeit sind die beiden Alpenüberquerer schon unterwegs und es fehlen Arbeitskräfte – eine drohende Gefahr für die Versorgung der „Sippe“). Kälte geht den Dorfbewohnern bis ins Mark. Archäotechniker Paulsen, der das Ganze von außen verfolgt erbarmt sich schließlich, und bringt zusätzliche Felle und gute Ratschläge. Und schließlich der Zeitdruck, unter dem das TV-Team steht. Die Alpen müssen bis zu eine bestimmten Zeit einfach überwunden sein. Nicht nur wegen der zu erwartenden Herbstunwetter – jeder zusätzliche Drehtag kostet.

Fazit: Die Versuchsanordnung funktioniert keineswegs störungsfrei und ohne Eingriffe von außen. Ob all das von erfahrenen Living-history-Leuten besser erledigt worden wäre? Diese Frage ist sicher berechtigt. Aber es gibt auch andere Stimmen aus der Szene. Auch wenn nicht jedes rekonstruierte Gerät vollkommen archäologischen Funden entspricht, erstaunt viele Kenner dennoch die Fülle dessen, was für die Serie hergestellt wurde. Auch die Leistung der Dorfbewohner lässt sich kaum einfach so klein reden. Keiner ist abgesprungen. Und sie verwendeten die Vielzahl prähistorischer Gerätschaften volle zwei Monate lang, jeden Tag. Auf einen so langen Einsatz seiner Ausrüstung kann kaum ein Reenactor verweisen.

Umsetzung im Buch

Leider verliert sich Schlenker allzu oft in blumigen Beschreibungen von Vorbereitung, Alltag und Problemen, statt harte Fakten zu liefern. Ein Beispiel: Es ist schön zu wissen, dass die Alpenüberquerer Schuhe wie „Ötzi“ bekamen – hergestellt von der Archäotechnikerin Anne Reichert. Aber wie sahen die Schuhe aus? Für diese detaillierte Beschreibung war kein Platz mehr.

Ehrlicherweise beschreiben Autoren auch die Grenzen der TV-Zeitreise. So kamen die Alpenüberquerer dauernd in Kontakt mit der Zivilisation, auch die Konflikte zwischen Dorfbewohnern und Kamerateam werden beschrieben. Es fehlt auch nicht die Nabelschau, dass unter diesen Umständen kaum eine „echte Steinzeit“ hergestellt werden kann. Auch die Auswertung der eingangs gestellten wissenschaftlichen, physischen und sozialen Fragen kommen im Anhang ein bisschen zu dünn herüber.

Ohne den Anspruch, ein wissenschaftliches Experiment zu betreiben, wäre die Sache sicher ganz anders beim Zuschauer und Leser rübergekommen. Dennoch: Wer sich darauf einlässt, erhält einen vergnüglichen Einblick in die Produktion. Mit einigen Aha-Effekten gespickt. Almut Bick liefert die nötigen Hintergründe in das heutige Wissen um die Steinzeit. Genauer: in die Jungsteinzeit. Jedes Thema, das auch die ARD-Protagonisten bewegt – vom Feuermachen bis zur Jagd – wird mit Informationen aus historischer Sicht gespiegelt. Für Einsteiger in die Materie ist das Buch deshalb absolut empfehlenswert. Man muss nicht alles für bare Münze nehmen, aber den Autoren ist ein guter Weg gelungen, die Geschichte zu beleuchten. Und wenn der ein oder andere auf den Geschmack gekommen ist, mehr über die Geschichte hinter der Geschichte zu erfahren, dann haben die Autoren schon gewonnen. Was auch für die TV-Produktion gilt.

Bibliografie
Rolf Schlenker, Almut Bick: Steinzeit – Leben wie vor 5000 Jahren; Theiss Verlag; Mai 2007; Stuttgart; ISBN 3-8062-2099-5

Terminhinweis

Wer nicht nur in Internetforen mitreden will, sondern Tuchfühlung mit den Protagonisten aufnehmen will, kommt am 28. und 29 Juli 2007 ins Pfahlbaumuseum Unteruhldingen. Zum großen Museumsfest „Leben und Technik der Steinzeit“ haben sich einige Protagonisten der TV-Serie angesagt.

Webseite Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Öde Steinzeit? Selber gucken und machen!

Es gibt freilich Unmengen an Möglichkeiten, selbst einmal Techniken auszuprobieren, wie sie in der Steinzeit angewandt worden. In den vergangenen Jahren hat sich eine Vielzahl (un)möglicher Angebote entwickelt. Im besten Falle verliert man als zahlender Besucher eines „Steinzeit-Wochenendes“ nur etwas Zeit und Geld.

Es geht auch anders. Auf der öffentlichkeitswirksamen Welle, die die ARD-Serie „Steinzeit“ nun schlägt, schwimmt auch das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart. Das geht auch völlig in Ordnung. Denn im Museum kümmern sich Wissenschaftler, wie der Stuttgarter Chefarchäologe Erwin Keefer (Herausgeber des Buchs „Lebendige Vergangenheit“) und der Archäotechniker Wulf Hein um ein feines Programm.

Vom 15. Juni bis 22. Juli 2007 bietet das Museum sechs Themenwochenenden an. Motto: „Erlebe die Steinzeit. Komm mit in die Welt vor 5000 Jahren“. Es gibt Seminare und Workshops zu Themen wie: Feuermachen ohne Feuerzeug, Keramik, Bogenbau und Kochen in der Steinzeit. Während dieser Zeit wird auch an einem originalgetreuen jungsteinzeitlichen Einbaum gebaut, das am 22. Juli zu Wasser gelassen wird.

Was immer an Kritik, Fragen oder sonstwas zur TV-Serie und oder zum Buch übrig ist: Dort kann man sicher vieles nachhaken und gegenprüfen – und bei Seminaren auch selber machen!

Webseite Landesmuseum

Steinzeitgerecht über den Atlantik

Das dritte Kapitel in unserem Podcast zur Steinzeit befasst sich wiederum mit einem Experiment. Auf die Hochseespuren des Norwegers und Experimentalarchäologen Thor Heyerdahl begibt sich demnächst der deutsche Biologe und Ex-Lehrer Dominique Görlitz.

Um den 4. Juli dieses Jahres herum will der Chemnitzer mit einem selbstgebauten Schilfboot quer über den Atlantik schippern. Sobald das Wetter es erlaubt, will Görlitz mit einer internationalen Crew von New York nach Spanien oder Portugal segeln. Heyerdahl startete 1970 mit Schilfboot Ra in entgegengesetzter Richtung. Von Marokko aus segelnd, erreichte der Norweger immerhin Barbados.

Das Boot von Görlitz, die Abora III, ist indianischen Vorläufern nachempfunden, wie sie vor Jahrtausenden in Südamerika gebaut wurden. Seine These: Auch vorkolumbianische Einwohner Amerikas konnten den Sprung über den großen Teich schaffen – und das regelmäßig.

Gab es rege überseeische Handelsbeziehungen vor mindestens 6000 Jahren oder womöglich vor 14.000 Jahren schon? Davon ist Görlitz überzeugt, und will mit seiner Atlantikkreuzfahrt beweisen, dass dies zumindest technisch möglich war. Der Deutsche hat schon Testläufe mit Abora I und II im Mittelmeer hinter sich. So segelte er mit einem kleineren Schilfboot 2002 von Alexandria bis Zypern und zurück. Er testete damals, ob das Segeln gegen den Wind mit prähistorischen Wasserfahrzeugen möglich war. Es klappte, kaum ein Wissenschaftler hatte zuvor daran geglaubt.

Nun verfolgt Görlitz also eine Route am Golfstrom entlang. Auch für diesen Törn hegen Schifffahrtsexperten große Zweifel. Häufig wechselnde Winde und die vergleichsweise schwache Strömung könnte dem Boot schwer zu schaffen machen. Die Abora-Crew muss sämtliche Vorräte in einer kleinen Kabine mitnehmen. Das Boot hat keine Hohlräume, es schwimmt allein durch die Auftriebskraft der nach historischem Vorbild zusammengebundenen Schilfbündel. Gesteuert wird mit Hilfe hölzerner Bretter (den Schwertern), die an den Bordwänden ins Wasser gelassen werden können. Allein GPS und Satellitenfunkgerät sind als moderne Hilfsmittel erlaubt.

Görlitz ist sicher: Schon vor Tausenden Jahren konnten Seefahrer mit ihren astronomischen Kenntnissen navigieren. Dass es Handelsbeziehungen gegeben haben könnte, hält der Experimentalarchäologe für erwiesen. So sollen Wissenschaftler in einigen Pharaonengräbern Spuren von Nikotin und Kokain gefunden haben. Der Herkunftsort dieser Substanzen, so argumentiert Görlitz, könne nur in Amerika gelegen haben.

Abora-Webseite von Dominique Görlitz

Keltenfest in Niederösterreich

Auf geht’s in die Keltenkultur. Und zwar nach Schwarzenbach im österreichischen Ostalpenland. Dort bauten die Kelten im 2. Jh. v.Chr. ein Oppidum, also eine befestigte Siedlung. Und gar nicht mal so klein: Auf dem sanft geschwungenen Hügel über der Gemeinde Schwarzenbach maßen Archäologen ein ehemals bewohntes Areal von gut 15 Hektar. Rundum mit einer bis zu zehn Meter hohen Mauer geschützt.

Die alte Siedlung wird seit 1992 von Wissenschaftlern der Uni Wien untersucht. Viele Grundrisse und keltische Fundstücke kamen zu Tage. Was lag also näher als den Versuch einer Rekonstruktion zu starten? Und wenn es schon ein neuzeitlich-keltisches Oppidum gibt – warum das dann nicht auch mit einem Keltenfest beleben?

Beides hat die Marktgemeinde in Angriff genommen. Beginnen wir mit dem Keltenfest vom 22. bis 24. Juni 2007. Das Spektakel hat den schönen Namen „Celtovation“. Im vergangenen Jahr schauten rund 8000 Besucher vorbei. Auch diesmal gibt es einschlägige Musik, Handwerk, archäologische Vorführungen und Kulinarisches.

Im Vordergrund des Festes stehen Archäologie und Musik. Alle Workshops (wie Lederverarbeitung, Knochen- und Geweihschnitzen, Eisenverarbeitung, Textilverarbeitung) werden von Studenten der Universität für Ur- und Frühgeschichte in Wien besetzt. Führungen durch die bereits rekonstruierten Teile des modernen Keltenoppidums und Angebote für die ganze Familie runden das Programm so richtig ab. Dazu gibt es jede Menge Musik – von Folk bis Ethno.

Mittlerweile hat sich die Gemeinde, mit Unterstützung von Fachleuten, einen regelrechten Museumspark aufgebaut. Das Freilichtgelände umfasst bislang sieben Gebäude und weitere rekonstruierte Objekte wie Garten- und Zaunanlagen. Zu bewundern sind Wohn- und Handwerkerhäuser, Speicher, Töpferei und Backhaus. All das wird auch außerhalb des Festes mit Archäotechnikern und Workshops belebt. Also auch dies eine Möglichkeit, in die keltische Vergangenheit einzutauchen.

Webseite Keltenfest und Museum

Kolossaler Kaiser in Trier

In Trier öffnete am 2. Juni eine sehr fulminant daherkommende Ausstellung über Kaiser Konstantin ihre Pforten. Gemeint ist der Kaiser, der dem Christentum zum Durchbruch im Imperium verhalf. Mit seinem so genannten Mailänder Toleranzedikt aus dem Jahr 313. Der übrigens zeitlebens ein Heide geblieben war, und keineswegs jedem seiner Untertanen das Christentum aufdrückte, der jede Menge Heidnisches weiterhin duldete, und seiner ersten Residenzstadt weiter Gladiatorenspiele duldete. Laut Fachwelt ließ er sich erst 337 auf dem Sterbebett taufen.

Seine erste Residenzstadt – nun, das war eben Trier. Und deshalb ist die Schau in die konstantinische Zeit dort auch sehr gut aufgehoben. Rund 20 Millionen Euro haben sich die Stadt Trier und das Land Rheinland-Pfalz den eigens für die Ausstellung vorgenommenen Umbau des Landesmuseums sowie einen kompletten Neubau für das Stadtmuseum Simeonstift kosten lassen. Weitere 6,6 Millionen Euro kostete der eigentliche Aufbau der Schau.

Neben Landesmuseum und Stadtmuseum gibt es weiteren Standort der dreiteiligen Ausstellung: das Trierer Dommuseum. Genug Platz für die rund 1600 Exponate. Sie kommen aus Trier selbst, aber auch aus renommierten Museen wie dem Louvre, dem Vatikanmuseum oder dem British Museum. Büsten, Mosaiken, Metallobjekte wie Schmuck und Kriegsgerät, Alltagsgegenstände oder Modelle von Kirchen, die Konstantin errichten ließ – es bleibt kaum ein Bereich des damaligen Alltags ausgespart.

Trier feiert übrigens nicht den puren Mythos um den Kaiser, der mit seiner berühmten und leider unwahren Vision eines leuchtenden Kreuzes vor seinem Einzug in Rom angeblich für Furore sorgte. Das war 312 vor der schicksalhaften Schlacht an der Milvischen Brücke, wo Konstantin nach langem Bürgerkrieg seinen Rivalen Maxentius schlug.

Konstantin machte übrigens erst 330 die (mit riesigen Bauprogrammen vom alten Byzanz zur neuen Metropole ausgebaute) Stadt Konstantinopel zu seiner zweiten Residenz. Seine jahrzehntelange Herrschaft bietet eine Fülle an kulturellen, politischen und religiösen Ereignissen, aber auch Widersprüchen. Auch das gibt es in Trier zu sehen. Und als Draufgabe noch eine sechs Tonnen schwere Kopie des Kopfes der berühmten Kolossalstatue.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 4. November 2007. Der Begleitband ist jüngst im Zabern-Verlag erschienen.

Die Musik zum Abschluss…

…kommt wieder aus dem Podsafe Music Network. Heute mit dem Stück “Sing my Way out of these Blues” von Hal Newman und seiner Truppe „The Mystics of Time”. Hach, wie passend…

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2 Kommentare

  1. Die Stuttgarter sind freilich nicht die Einzigen, die auf das Steinzeit-Experiment aufsteigen. Nun legt auch das Landesmuseum Dresden in Sachsen nach, das allerdings eine lange Tradition in Sachen Ur- und Frühgeschichte hat. Hier ein Auszug aus der Pressemeldung vom 1. Juni:

    “Das Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden, beheimatet im Japanischen Palais der sächsischen Landeshauptstadt, hat eine Begleitausstellung zu diesem Film eröffnet, die bis zum 6. Januar 2008 zu sehen ist. Gezeigt werden echte Steinzeitfunde mit wissenschaftlichen Hintergründen und neuen Forschungsergebnissen. Zu sehen ist auch die Bekleidung von Henning Fenner, einem Teilnehmer des Steinzeitexperiments.”

    Mehr Infos beim “Museum”:http://www.archsax.sachsen.de

    07. Juni 2007, 18:06 Uhr • Melden?
  2. Dies ist nicht die gute Woche von Dominique Görlitz und seiner Abora-Crew. Der Segeltörn mit dem Schilfboot von New York nach europa endete am 4.9.07 rund 900 km vor den Azoren, sehr grob geschätzt also etwa auf halbem Weg. Das Boot litt unter zahlreichen Stürmen, die Schäden konnte das Team kaum noch reparieren, wie nun auch im Tagebuch auf der Webseite zu lesen ist (Link steht ja im Beitrag zum Podcast). Görlitz hält das Experiment selbst nicht für gescheitert und sagt: “Deshalb kann ich auf der Grundlage meiner gemachten Erfahrungen einschätzen, dass vorzeitliche Schilfboote das Potential besitzen, den Seeweg über den Nordatlantik zu meistern.”

    Außerdem habe weniger der Wind als vielmehr die Strömungen die Fahrtdauer verlängert. Es soll womöglich eine weitere Fahrt geben. Irgendwann.

    07. September 2007, 19:09 Uhr • Melden?

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