Reenactor-Preis 2012 Endspurt für Bewerbung in Minden

Entwurf des Reenactor-Preises von Thorsten Held: Karl der Große und Widukind in einer Skulptur vereint. © Minden Marketing

Die Zeit läuft: Am 20. August 2012 endet die Bewerbungsfrist für den ersten Reenactor-Preis der Stadt Minden. Noch hält sich der Andrang in Grenzen; Ausrichter und Jurymitglieder ergreifen noch einmal das Wort.

Zwei Köpfe – ein Preis

Der Reenactor-Preis nimmt Formen an: Seit einiger Zeit arbeitet der Bildhauer Thorsten Held an einer janusköpfigen Skulptur. Sie soll während der Reenactmentmesse in Minden am 6. und 7. Oktober 2012 überreicht werden; der genaue Tag steht noch nicht fest. Veranstalter der Messe und Auslober des Preises ist die Mindener Marketinggesellschaft. Es ist der erste Versuch hierzulande, für ernsthaft betriebene Living History eine Auszeichnung zu stiften. Kandidaten können sich sowohl selbst bewerben als auch von Dritten vorgeschlagen werden.

Unser Bild oben zeigt den Entwurf in Ton. Die Skulpturen werden voraussichtlich in gewichtigem Metall an die Preisträger übergeben. Das Motiv vereint viele Aspekte – und verweist ganz direkt auf das Mindener Konzept, die eigene Geschichte mit einer touristischen Kampagne sowie mit der Living-History-Szene zu verbinden.

Zunächst einmal stammt der Künstler Held selbst aus der Mindener Region; das Mindener Tageblatt hat hier eine Werkstattschau veröffentlicht. Was der Bildhauer da mit zwei Gesichtern versehen hat, ist das Doppelporträt zweier großer Figuren des Frühmittelalters: Unterm Spangenhelm schaut der Sachsenherzog Widukind ernst in die Welt. Sein Gegenstück ist ein alter Gegenspieler – der Frankenherrscher Karl der Große. Letzterer hatte um 800 in Minden ein Bistum gegründet. Kurz vorher war der Ort erstmals urkundlich erwähnt worden.

Frontalansicht des Widukind-Porträts. © Minden Marketing

Der Sachsenführer kommt durch eine hiesige Legende ins Spiel. Demnach überließ der geschlagene Widukind dem siegreichen Gegner eine Burg am Weserufer. Sinngemäß sprach er einen Satz wie „Was mein ist, sei dein“ – „min – din“. Der Name der späteren Stadt Minden war geboren. Soweit die Sage, die Hans-Jürgen Amtage, Lokalchef des Mindener Tageblatts in seinem Blog etwas ausführlicher beschreibt.

Der Reenactor-Preis verkörpert also große Geschichte. „Der Preis soll das Level ausdrücken, das wir in Minden in Sachen Living History anstreben“, betont Jörg-Friedrich Sander vom Mindener Marketing. Gute Darstellungsqualität sei gefragt. Eben das, was die Weserstadt in ihrer auf mehrere Jahre angelegten Kampagne auch selbst bei diversen Veranstaltungen zeigte und noch zeigen will.

Preis als Prestigeobjekt

Bester Darsteller, beste Darstellergruppe und einen Nachwuchspreis – diese Kategorien sind aufgerufen. Eine namhafte Jury soll aus den bis zum 20. August eingegangenen Vorschlägen auswählen. Die Gewinner werden nach Minden zur Verleihung eingeladen; die Stadt Minden übernimmt einen Teil der Kosten.

„Ich hoffe auch, dass es uns durch einen erfolgreichen Start dieses zunächst auf drei Jahre angelegten Preises gelingt, einen Beitrag zu der in der Szene geführten Qualitätsdebatte und zur Nachwuchsarbeit zu leisten“, betont Sander. Natürlich verfolgt Minden ganz bestimmte Ziele – wie bereits an anderer Stelle in chronico dargelegt. Aber die Stadt will eben auch der Living History ein Podium bieten. Der Widerhall in der Szene ist noch verhalten. Erste Bewerbungen sind da, aber da ist noch Luft.

So manche Debatte in der Szene dreht sich um den Nutzen. Für die Veranstalter ist der Preis selbst ein Anreiz, ein Prestigeobjekt. Und deshalb auch auf mehrere Jahre angelegt. Es steht und fällt allerdings mit einem guten Bewerberfeld. Die Frist läuft ab. Es gibt keinen Grund, gute Darsteller und Gruppen sowie engagierte Einsteiger nicht auch als Dritter vorzuschlagen. Dafür ist ein Formular auf der Spezialseite der Marketinggesellschaft (siehe Link) hinterlegt. „Aber Sachkundige können gern auch formlose Vorschläge einreichen“, sagt Sander. Als E-Mail an die Mindener zum Beispiel; die eine kurze Begründung und idealerweise einen Link zur Internetpräsenz der Kandidaten enthält.

Das sagen Jurymitglieder

Um die Auswahl der Kandidaten kümmert sich eine Jury, der unter anderem der Historiker Marcus Junkelmann, Martin Klöffler und der Brite Mark Wallis angehören. Der Freiburger Wissenschaftler Wolfgang Hochbruck, wegen seiner Forschungen über die Living History zur Teilnahme eingeladen, begrüßt die Auslobung des Preises. „Wenn er in der Szene ernst genommen wird, könnte er mit dazu führen, dass Living History weiter aus der ‘Hobby’-Ecke herauskommt“, sagt er.

Fundiertes Wissen und gute Darstellungskonzepte oder didaktische Fähigkeiten – solche Dinge sind für Hochbruck genau so wichtig wie eine gut gemachte Ausrüstung. Junkelmann und Klöffler seien ausgewiesen Praktiker, sagt er, die „mehr Leute erreicht haben als mancher Geschichtsprofessor“. Und das intensiver und nachhaltiger. Der Preis könne in dieser Richtung also einiges an Schubarbeit leisten.

Screenshots von Internetpräsenzen einiger Jurymitglieder (von links): Experimentum von Werner Best, die Geschichtsagentur Past Pleasures Ltd von Mark Wallis und die Company of Saynt George (Gerry Embleton). © Marcel Schwarzenberger

Jurymitglied Werner Best vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Verein „Experimentum“ hat ebenfalls seine Prioritäten. „Für mich ist es wichtig, dass Besucher historisches Wissen vermittelt bekommen.“ Reenactments seien gute Gelegenheiten, auch solche Menschen zu erreichen, die selten oder nie ins Museum gingen. Darsteller würden mit ihren Ausrüstungen aber auch bestimmte Geschichtsbilder erzeugen – und die müssten passen. „Qualität bedeutet aber nicht nur äußere Kompetenz – es kann auch mal eine Gürtelschnalle dabei sein, die nicht unbedingt in die dargestellte Zeit passt –, sondern auch innere Kompetenz.“ Womit Best vor allem eine intensive Recherche der wissenschaftlichen Grundlagen meint.

Best sieht, bei öffentlichen Veranstaltungen, die Rolle der Akteure auch in einem besonderen Licht. „Auf vielen Veranstaltungen habe ich gut ausgerüstete Gruppen gesehen, die sich von den Besuchern abkapseln.“ Dann sei Living History eher Selbstzweck. Der Reenactor-Preis, sagt Best, sehe er als Motivation für engagierte Darsteller, ihren Weg konsequent zu beschreiten.

Die Jury-Runde beschließt Gerry Embleton von der Companie of Saynt George, einer vorrangig in der Schweiz auftretenden Spätmittelaltergruppe. Für ihn sei der Preis eine Möglichkeit, Einsteiger zu motivieren. Aber nicht nur: „I agreed in the hope that it would encourage reenactors to improve the standard of accuracy“, sagt Embleton. Aber er schränkt diese Aussage etwas ein, dem Ansatz Hochbrucks fast ein wenig widersprechend. Es gehe schließlich, sagt Embleton, doch auch um ein Hobby: „I must say, I don’t like serious competition in a world that is after all only a hobby!“ Und dann wirft Embleton noch ein eingängiges Motto ein, das er einst für die Company of Saynt George kreierte. „We take, what we do, very seriously indeed, but we never take ourselves seriously.“ Der Anglo-Schweizer steht gewissermaßen für eine Art ernsthafter Lässigkeit. Jedenfalls betont er, dann vorsichtig zu werden, wenn jemand unbedingt einen Wettbewerb gewinnen wolle. In diesem Punkt, so scheint es, muss er sich kaum Sorgen machen – dafür ist die Reaktion der Szene auf die Auslobung des Preises noch zu verhalten.

Die Szene hat es in der Hand

Die Jurymitglieder gehen also mit jeweils ganz eigenen Ansätzen und Erwartungen an die erste Preisverleihung. Deren Unterschiedlichkeit wird vermutlich zu einiger Diskussion um die Nominierungen führen – und das ist gut so. Nur muss dafür eben auch ein guter Bewerberkreis vorhanden sein. Dass die Stadt Minden mit der Verleihung auch Marketingziele verknüpft, muss kein Grund sein, nicht am Preis teilzunehmen.

Es gibt in Deutschland keine Institution wie etwa das English Heritage oder einen Living-History-Dachverband. Natürlich könnten auch eine Universität, das Kulturministerium eines Landes oder der Museumsverband einen solchen Preis ausloben. Sie haben es nicht getan. Für die Mindener lag eine solche Initiative durchaus nahe. Sie werden gegen den Willen der Szene allerdings keinen Erfolg haben. Kurz: Die Darsteller selbst haben es in der Hand.

Für Qualitätsarbeit braucht es den Preis nicht; das haben viele Events und Darsteller seit Jahrzehnten gezeigt. Aber man stelle sich vor, dass nicht über Sinn und Unsinn des Preises, sondern über die Qualität der Bewerber und vor allem deren Arbeitsgrundlagen diskutiert würde. Und über die Art und Weise, wie ein Fachgremium (sic!) darüber urteilt. Darin liegt Potenzial. Verbessert sich für Akteure durch die Teilnahme die Chance auf eine Buchung durch Geschichtsmuseen? Vielleicht. Aber Bedenken, dass Veranstalter künftig nur noch Preisträger nähmen, müsste, so denke ich, niemand haben. Der Reenactor-Preis kann vielmehr eine zusätzliche Möglichkeit sein, über die Qualität von Living-History-Darstellungen nachzudenken.

Martin Klöffler und die Qualität

Der Chemiker Martin Klöffler denkt seit langem über Qualität nach. Über die eigene als Darsteller, etwa für die Agentur Facing the Past oder in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Historischer Alltag (IGHA). Im vorigen Jahr referierte Klöffler während der ersten Mindener Reenactmentmesse über seine Vorstellungen darüber, was Qualität heißen kann.

Martin Klöffler als Ingenieurgeograph in historischer Ausstattung. © Kersten Kircher

Zunächst einmal müssten sich Akteure selbst im weiten Feld der zwischen „Marktmittelalter“ und hochspezialisierten Darstellungen einordnen. Heute Markt, morgen Geschichtsspektakel und übermorgen ein Museumsevent? Kann und will man es allen recht machen? Das sind Fragen, die sich jedem stellen. Zumindest jenen Darstellern und Gruppen, die öffentliche Veranstaltungen beleben. „Es ist nötig, zu definieren, was gute Qualität eigentlich ist“, sagte Klöffler im gut gefüllten Vortragssaal des Mindener Preußen-Museums.

Über diese Qualitätsdefinition wird gestritten, seit es Living History überhaupt gibt. Klöffler hat einige Faktoren für sich gefunden, die er auch empfiehlt: die materielle Ausstattung, das Fachwissen über die dargestellte Epoche, Fähigkeiten zur didaktischen Vermittlung und das Rollenspiel bzw. die szenische Darstellung. „Szenisches Spiel ist wichtig, etwa für die richtigen Benimmregeln für das 18. Jahrhundert“, sagte Klöffler.

Mit der First-Person-Interpretation nehmen Akteure bei ihren Auftritten die Rolle eines fiktiven oder historischen Menschen der jeweiligen Zeit ein. Die zeitliche Grenze dafür setzt Klöffler etwa um 1750 an. „Früheres Verhalten ist schwer belegbar.“ Sprich: Je weniger Quellen vorhanden sind, desto mehr Interpretation fließt in eine First-Person-Interpretation. Weil ein Ich-Erzähler aber so viel authentischer beim Publikum ankommt als jemand, der sachlich in der dritten Person berichtet (Third-Person-Interpretation), entstünde also viel schneller das Risiko, ein falsches Geschichtsbild zu hinterlassen.

Er habe einmal versucht, für die Bewertung seiner Darstellung und die seiner Mitstreiter ein Punktesystem zu entwickeln, sagte Klöffler. „Das war aber eine Sackgasse.“ Eine wirkliche Messbarkeit sei im Grunde kaum gegeben, Punkte würden eine trügerische Sicherheit vermitteln. Weil es stets neue Erkenntnisse gibt, weil Darstellungen sich weiterentwickeln und ein gewisses Maß an Interpretation eigentlich stets gegeben ist.

Klöffler empfiehlt stattdessen Detailarbeit. Wer sich einmal für eine Rolle entschieden hat, sollte sie nicht nur qua Ausrüstung mit Leben füllen. „Die dargestellte Person sollte eine ausführliche Dokumentation bekommen.“ Hintergrundwissen zum Beruf, zum Umfeld und die historischen Rahmenbedingungen gehören dazu. Ein solches Wissen führt auch dazu, dass ein Akteur mit dem Publikum fundiert über seine Figur sprechen kann. Ganz unabhängig davon, ob in der ersten oder dritten Person.

Klöffler arbeitet mit Museen und Wissenschaftlern zusammen. Er wirbt auch für mehr Kommunikation zwischen Living History und der Geschichtswissenschaft sowie den Museen. Da gibt es durchaus noch viel Nachholbedarf. Seit dem Paderborner Eklat von 2008 um den Auftritt eines Darstellers, der eine Tätowierung mit einem aus der Nazi-Zeit stammenden Spruch trug, hat sich wenig getan. Der Streit um die Gruppe Ulfhednar erzeugte auf Museumsseite so manche Unsicherheit. Allgemein anerkannte Standards, die Living-History-Auftritten zumindest in der Museumswelt einen Qualitätsrahmen verleihen würden, gibt es nicht. „Ein solches Gütesiegel müssten Museen auch wollen. Aber da ist keine Einigung in Sicht“, sagte Klöffler.

Mein Fazit: Einen guten Bewerberkreis vorausgesetzt, hat auch die so schön unterschiedlich zusammengesetzte Fachjury einiges in der Hand. Aus ihren Beurteilungen heraus ließen sich durchaus nachvollziehbare Standards entwickeln. Je besser die Jury ihr Vorgehen dokumentiert, desto detaillierter könnten nach drei garantierten Preisverleihungen die Qualitätskriterien aussehen. In der Szene wird es dann immer noch Diskussionen um die Stichhaltigkeit solcher Kriterien geben. Wieso auch nicht. Was zählt ist: Es gäbe dann Standards, mit denen sich arbeiten ließe. Und mit einer guten Dokumentation kann auch Minden dem Reenactor-Preis eine größere Vertrauensbasis schaffen.

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6 Kommentare

  1. Eine über-gesunde Portion Bescheidenheit bei Europa’s besten Darstellern?

    12. August 2012, 15:08 Uhr • Melden?
    von Rotschopf
    1
  2. Eine kleine Korrektur: Vorhin erfahren, dass es 2000 mal einen Versuch gab, einen zumindest ähnlich gelagerten Darstellerpreis zu vergeben. Beim historischen Stadtfest zum Jubiläum des Aachener Doms. Wenn ich die Beiträge bei Tempus-Vivit aber richtig verstehe, kam da nichts Bleibendes heraus (so etwa ab 11. Beitrag und ff); die Preisträger waren offensichtlich auch alles andere als unumstritten. Andererseits hat, soweit ich das nachvollziehen kann, der Veranstalter damals Mitwirkung vieler Aachener gesetzt und auch diese unerfahrenen Akteure (das sage ich völlig wertfrei) mit in den Wettbewerb einbezogen.

    Da liegen die Voraussetzungen in Minden schon etwas anders.

    13. August 2012, 17:08 Uhr • Melden?
    von Marcel Schwarzenberger
    chronico
    2
  3. Zu Aachen mag ich erwähnen, daß die meisten Aachener eben nicht an der Veranstaltung beteiligt und im Nachhinein auch ganz froh darüber waren. Leider hat der Dilletantismus des Veranstalters und die Darstellungsqualität der damaligen Aktiven (wozu sich durchaus auch örtliche Einzelhändler zählten, die “sich schnell was machen lassen”) nachhaltig dafür gesorgt, daß unsere Stadtoberen seit einem Jahrzehnt dankend abwinken, sobald hier auch nur jemand “Lebendige Geschichte”, “Historische Darstellung” oder “Reenactment” flüstert – die Marktmittelaltergruppe, welche hier die historische Szene dominiert ist denn auch nicht unbedingt dazu geeignet, Vertrauen zu schaffen – da mögen die Mitglieder noch so symphatisch sein … bis auf Einzelpersonen endet das historische Interesse (und Wissen) dort bedauerlicherweise bei “In etwa Fantasy” – und andere Historiendarsteller haben es da wirklich schwer, sich Gehör zu verschaffen.

    13. August 2012, 19:08 Uhr • Melden?
    von Holger
    3
  4. Wieder ein sehr interessanter, ausführlicher Artikel.

    Meine Meinung dazu:
    Das Problem für Museen ist mitunter, dass es keine zentrale Anlaufstelle gibt, bei der sie ich über qualitative Gruppen und Darsteller informieren können.
    Stattdessen muss man aufwendig das Netz durchstöbern. Sehr oft stößt man dabei auf wirklich grausliche Internetauftritte, hinter denen aber teilweise sehr gute Leute stehen. Trotzdem ist es doch der erste Eindruck, der (leider) häufig zählt. Passt der nicht, geht, bzw klickt man meist rasch weiter.

    Ich sehe deshalb auch einen immensen Nachholbedarf, was die Internetauftritte von sehr vielen Living-History Darstellern betrifft. So eine Seite muss optisch etwas her machen (eyecatcher), gut strukturiert bzw. informativ sein und regelmäßig gepflegt werden. Wenn die letzten Einträge mehrere Jahre alt sind, macht das einfach kein gutes Bild.

    Wenn man bedenkt, wie simpel es heutzutage ist, mit frei verfügbarer Blog-Software wie Blogspot (benutze auch ich für mein Geschichtsblog) ein ansprechendes Layout zu gestalten (inklusive Content Management), dann ist es schwer verständlich, warum noch so viele Leute an ihren archaisch anmutenden Seiten festhalten. Die zu allem Überfluss auch noch völlig ungeeignet für die Darstellung auf den enorm an Bedeutung gewinnenden, mobilen Endgeräten mit verhältnismäßig kleinem Bildschirm sind.

    15. August 2012, 23:08 Uhr • Melden?
    von Hiltibold
    4
  5. Apropos Minden: Wie die Neue Westfälische heute berichtet, könnte das Preußen-Museum auf schwere Zeiten zusteuern. Die anteilige Finanzierung durch das Land NRW wackelt laut dem Museumsleiter. Mehr Infos hier

    Schade wäre das nicht nur wegen des Museums, sondern auch wegen der vielen, teilweise bundesweit bekannten Veranstaltungen wie nicht zuletzt der Reenactment-Messe.

    23. November 2012, 08:11 Uhr • Melden?
  6. Die Ausschreibung für den Reenactor-Preis 2013 startet ab 01. März 2013 mit der Veröffentlichung der Bewerbungsformulare. Darsteller und Gruppen können sich dann wieder eigenständig bewerben oder von anderen vorgeschlagen werden.
    Bitte schreiben an:
    Frau Alena Strauch, Minden Marketing GmbH
    strauch(ätt)mindenmarketing.de

    In diesem Jahr wird neben den drei Kategorien des Vorjahres eine weitere ausgelobt:
    1. Einzeldarsteller/in
    2. Gruppe
    3. Nachwuchs
    4. Darstellung einer historischen Persönlichkeit

    Zeitfenster: Antike bis 1918
    Bewerbungsschluss ist Montag, 19. August 2013.

    23. Februar 2013, 10:02 Uhr • Melden?

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